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Apherese-Konferenz 2007
Apherese- und Dialysekonferenz 2007
Berlin - Gefäßprotektion statt „Blutwäsche“ – Neue Ziele für extrakorporale Therapien?
H.E.L.P.-Therapie
Titel_Therapie

Die H.E.L.P.-Therapie

H.E.L.P.-Apherese bei Fettstoffwechselstörungen
Erhöhte Blutfettwerte, hier ist das LDL-Cholesterin hervorzuheben, sind ein Risikofaktor für die Entstehung der vorzeitigen Arterienver-kalkung, der Atherosklerose. Eine Folge davon können Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine sein. In den Industrieländern leiden immer mehr Menschen unter diesen Erkrankungen. Erhöhte Blutfettwerte können eine Folge der Ernäh-rung sein. Aber auch bestimmte Erkrankungen, wie beispielsweise die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), lassen diese Werte ansteigen. Fettstoffwechselstörungen können auch vererbt werden (familiäre Hyperlipidämie), hier ist besonders die erbliche Erhöhung des Cholesterins, die familiäre Hypercholesterinämie, zu nennen. Bei dieser Form der Erkrankung ist das LDL-Cholesterin ("schlechtes Cholesterin") erhöht.

Meist durchlaufen die Patienten eine mehrstufige Therapie: Zunächst empfehlen Mediziner eine cholesterinsenkende Diät sowie eine Umstellung der Lebensgewohnheiten zugunsten körperlicher Aktivität, Gewichtskontrolle und Verzicht auf Nikotinkonsum. Führt das nicht zum gewünschten Ergebnis, folgt die Verordnung von lipidsenkenden Medikamenten, die in einer weiteren Therapiestufe in höheren Dosen und/oder kombiniert eingesetzt werden können.

Wenn bei Risikopatienten, also Patienten mit bereits bestehender Herzkreislauferkrankung, die diätetische und pharmazeutische Therapie nicht ausreicht, um den Wert des LDL-Cholesterins auf weniger als 100 mg/dl Blut zu senken, oder wenn die Pharmako-therapie nicht angewendet werden kann, z.B. weil der Patient an einer Statinunverträglichkeit leidet, ist die Apherese die effektivste unterstützende Therapieoption. Bei diesem Blutreinigungs-verfahren wird das LDL-Cholesterin wirkungsvoll aus dem Blut entfernt.

Das H.E.L.P.-Verfahren
Beim H.E.L.P.-Verfahren wird aus der Armvene, ähnlich wie beim Blutspenden, Blut entnommen, außerhalb des Körpers von dem schädlichen LDL-Cholesterin sowie weiteren überschüssigen Blutbestandteilen befreit und anschließend wieder dem Körper zugeführt. Das H.E.L.P.-Verfahren wurde Mitte der 80er Jahre speziell für Patienten mit schweren Fettstoffwechselstörungen entwickelt. Mittlerweile hat sich die umfangreiche Erfahrung in vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen niedergeschlagen. H.E.L.P.-Behandlungen werden in über 100 Zentren durchgeführt, die auf eine Erfahrung von insgesamt mehr als 250.000 Behandlungen zurückblicken.
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